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  • SERA: Änderung der Verkehrsregeln für Luftfahrzeuge per 1. Februar 2015

    Die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 ("SERA-Verordnung") bring per 1. Februar 2015 für Piloten einige grundlegende Änderungen mit sich. 

    Die Skyguide fasste diese Änderungen unlängst in AIC 001/2015 B wie folgt zusammen:

    Übersicht der wichtigsten Änderungen
    • Die Flugplanpflicht für Nachtflüge, die nach Sichtflugregeln operieren, wird wieder eingeführt (einzelne Ausnahmen gemäss der revidierten VVR). Auch bei Nachtflügen sind aufgegebene Flugpläne (für den gesamten Flug oder den Teil eines Flugs bis zum Zielflugplatz) zwingend zu schliessen, um unnötige Suchaktionen zu vermeiden.
    • Für Sichtflüge bei Nacht muss neu eine Funkverbindung auf dem entsprechenden Flugverkehrsdienst-Funkkanal hergestellt und aufrechterhalten werden, sofern ein solcher verfügbar ist.
    • Überholende Segelflugzeuge: Ein Segelflugzeug, das ein anderes Segelflugzeug überholt, darf neu auch nach links ausweichen.
    • Die Mindestflughöhen sind neu wie folgt: Ein Flug nach Sichtflugregeln darf nicht durchgeführt
    werden
    - über Städten, anderen dicht besiedelten Gebieten und Menschenansammlungen im Freien in einer Höhe von weniger als 300 m (1000 ft) über dem höchsten Hindernis innerhalb eines Umkreises von 600 m um das Luftfahrzeug;
    - in anderen als in Nummer 1 genannten Fällen in einer Höhe von weniger als 150 m (500 ft) über dem Boden oder Wasser oder 150 m (500 ft) über dem höchsten Hindernis innerhalb eines Umkreises von 150 m (500 ft) um das Luftfahrzeug. Neu ist nicht mehr die Höhe über Grund die Referenz, sondern das höchste Hindernis innerhalb des angegebenen Umkreises (einzelne Ausnahmen gemäss der revidierten VVR).
    • Sonder-VFR-Flüge in Kontrollzonen sind für die Piloten neu wie folgt geregelt:
    - Frei von Wolken und mit Bodensicht;
    - die Hauptwolkenuntergrenze liegt nicht unter 180 m (600 ft);
    - Flugsicht von nicht weniger als 1500 m oder, für Hubschrauber, von nicht weniger als 800 m;
    - Geschwindigkeit von 140 kt IAS oder weniger, so dass anderer Verkehr und Hindernisse rechtzeitig genug erkannt werden können, um Zusammenstöße zu vermeiden.
    • Weitere Anpassungen, die sich aufgrund der revidierten VVR ergeben, werden [von Skyguide] separat kommuniziert, sobald sie definitiv feststehen.