Neuigkeiten

  • COVID-19 Verordnung 2 in der Fassung vom 18. März 2020

    Als Risikoländer gelten neu:

    Deutschland (inkl. Luftverkehr)

    Frankreich (inkl. Luftverkehr) Italien (inkl. Luftverkehr)

    Österreich (inkl. Luftverkehr) Spanien (ab 19. März 2020, 00:00 Uhr, Luftverkehr)

    Alle Staaten ausserhalb der EU/EFTA (ab 19. März 2020, 00:00 Uhr)

    Deutschland: Der Luftverkehr aus Deutschland wird an den Landesflughäfen Zürich-Kloten, Genf-Cointrin und Basel-Mulhouse kanalisiert. Passagierflüge aus Deutschland auf andere Zollflugplätze sind ab 19. März 2020, 00:00 Uhr untersagt.

    Frankreich: Der Luftverkehr aus Frankreich wird an den Landesflughäfen ZürichKloten, Genf-Cointrin und Basel-Mulhouse kanalisiert. Passagierflüge aus Frankreich auf andere Zollflugplätze sind ab 19. März 2020, 00:00 Uhr untersagt.

    Italien: Der Luftverkehr aus Italien wird an den Landesflughäfen Zürich-Kloten, Genf-Cointrin und Basel-Mulhouse kanalisiert. Passagierflüge aus Italien auf andere Zollflugplätze sind ab 19. März 2020, 00:00 Uhr untersagt.

    Österreich: Der Luftverkehr aus Österreich wird an den Landesflughäfen ZürichKloten, Genf-Cointrin und Basel-Mulhouse kanalisiert. Passagierflüge aus Österreich auf andere Zollflugplätze sind ab 19. März 2020, 00:00 Uhr untersagt.

    Spanien: Der Luftverkehr aus Spanien wird an den Landesflughäfen Zürich-Kloten, Genf-Cointrin und Basel-Mulhouse kanalisiert. Passagierflüge aus Spanien auf andere Zollflugplätze sind ab 19. März 2020, 00:00 Uhr untersagt.

  • Verordnung über den Rechtsstillstand gemäss Artikel 62 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs

    Für das gesamte Gebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft gilt gemäss der heute publizierten Verordnung über den Rechtsstillstand gemäss Artikel 62 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs der Rechtsstillstand gemäss Artikel 62 SchKG. Gemäss diesem kann der Bundesrat im Falle einer Epidemie oder eines Landesunglücks sowie in Kriegszeiten für ein bestimmtes Gebiet oder für bestimmte Teile der Bevölkerung den Rechtsstillstand beschliessen.

  • Q&A COVID-19 und die Auswirkungen auf die General Aviation

    (Stand 18.3.2020, 12:00 Uhr)

    Q: Mein Medical/Lizenz droht abzulaufen und ich habe keine Möglichkeit, die Voraussetzungen für die Erneuerung zu erfüllen. Was ist zu tun?
    A: Das BAZL prüft derzeit eine EASA Exemption, welche eine Lösung für dieses Problem bieten würde. Das BAZL wird auf seiner Homepage über entsprechende Neuigkeiten informieren.

    Q: Kann Flugtraining innerhalb einer Flugschule weiter durchgeführt werden?
    A: Nach Ansicht des BAZL ist diese Frage den Kantonen unterstellt. Ob Flugtraining innerhalb einer Flugschule stattfinden darf, entscheiden demnach die kantonalen Behörden. Das BAZL hat dem AeCS versichert, über die Gesundheitsdirektorenkonferenz der Kantone die Handhabung der einzelnen Kantone zusammenzutragen und schnellstmöglich auf der Webseite des BAZL zu publizieren. Unbesehen der allfälligen Legalität des Flugtrainings empfiehlt der AeCS den Piloten, den Empfehlungen des BAG Folge zu leisten und freiwillig auf die Durchführung von Flügen mit anderen Personen (Passagieren oder Fluglehrern) zu verzichten.

    Q: Dürfen Flugprüfungen auf Flugzeugen oder Simulatoren weiterhin stattfinden?
    A: Bis auf Weiteres ja.

    Q: Dürfen mit einem Flug verbundene Language Proficiency Checks Level 4 weiterhin durchgeführt werden?
    A: Bis auf Weiteres ja.

    Q: Kann ich weiterhin bei einem Verein/Fluggruppe/Vermieter ein Flugzeug mieten und darf ich weiterhin damit fliegen?
    A: Dies ist mit Stand heute zulässig. Nach Ansicht des AeCS und des BAZL handelt es sich dabei nicht um Vereinsaktivitäten im Sinne von Art. 6 Abs. 1 der COVID-19-Verordnung 2.

    Q: Darf ich mit einem Kleinflugzeug/Helikopter/Ballon weiterhin über die Landesgrenzen fliegen?
    A: Für diese Luftfahrzeuge gelten dieselben Einschränkungen, wie im übrigen Individualverkehr. Auf der Seite des Bundes kann man sich über diese Einschränkungen informieren. Der AeCS empfiehlt in der momentanen Situation aber auf grenzüberschreitende Flüge zu verzichten.

    Q: Bleiben die Flugplätze offen oder müssen sie nun geschlossen werden?
    A: Mit Stand heute bleibt die Luftfahrtinfrastruktur gesamtschweizerisch offen. Einschränkungen gelten aber beim Zoll und der Ein- und Ausreise.

    Q: Darf weiterhin theoretischer Unterricht stattfinden?
    A: Grundsätzlich nein (Art. 5 COVID-19-Verordnung 2), allerdings können Ausnahmen beim Kanton beantragt werden, wenn ein überwiegende öffentliches Interessen dies gebietet, beispielsweise für Bildungseinrichtungen und wenn von der Ausbildungsinstitution ein Schutzkonzept vorgelegt wird, das folgende Präventionsmassnahmen umfasst: 1. Massnahmen zum Ausschluss von Personen, die krank sind oder sich krank fühlen, 2. Massnahmen zum Schutz von besonders gefährdeten Personen, 3. Massnahmen zur Information der anwesenden Personen über allgemeine Schutzmassnahmen wie Händehygiene, Abstandhalten oder Husten und Schnupfenhygiene, 4. Anpassung der räumlichen Verhältnisse so, dass die Hygieneregeln eingehalten werden können. Der Unterricht kann übergangsweise auch in Form einer Video-Konferenz stattfinden.

    Q: Darf weiterhin praktisch geschult werden?
    A: Training von Flugschülerinnen und Flugschülern in Luftfahrzeugen und Simulatoren ist verboten. Die zuständige kantonale Behörde kann Ausnahmen bewilligen.

    Q: Dürfen weiterhin praktische Flugprüfungen durchgeführt werden?
    A: Ja. Prüfungsflüge auf Flugzeugen und Simulatoren dürfen bis auf Weiteres stattfinden.

    Q: Ich bin Fluglehrer und benötige einen Theorie-Refresher um mein Rating aufrecht erhalten zu können. Die FI-Refresher wurden nun aber abgesagt. Was ist zu tun?
    A: Die Veranstalter von FI-Refreshern können versuchen, eine Sonderbewilligung beim Kanton einzuholen. DSollten die Gesuche abgelehnt werden, ist derzeit in Prüfung, ob die Behörden eine generelle Fristerstreckung für Piloten bewilligen, welche die Voraussetzungen zur Rating-Erneuerung aufgrund der CORONA-Situation nicht firstgerecht nachweisen können. Der AeCS wird seine Mitglieder über diese Abklärungen laufend informieren. Das BAZL hat in Aussicht gestellt, bis Ende Woche eine Lösung für Revalidations (inkl. Medicals) zu finden. Diese Information sollte bis Ende Woche auf der BAZL-Homepage verfügbar sein. Bitte konsultieren Sie regelmässig die BAZL -Homepage unter www.bazl.admin.ch.

    Q: Können Prüfungsflüge nach wie vor stattfinden?
    A: Prüfungen (TRE, FE etc. auf Flugzeug oder Simulator) können nach wie vor stattfinden. Dies gilt für FCL und OPS.

    Q: Darf weiterhin auf Modellflugplätzen und Modellfluggeländen geflogen werden?
    A Gemäss COVID-19-Verordnung 2 ist es verboten, öffentliche oder private Veranstaltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten durchzuführen. Es ist anzunehmen, dass Modellflugbetrieb, bei dem sich mehr als zwei Personen auf dem Gelände befinden, als Vereinsaktivität in obigem Sinne qualifiziert werden muss und somit verboten ist.

    Q: Kann Sprungbetrieb für Fallschirmspringer weiterhin aufrecht erhalten werden?
    A: Soweit der Sprungbetrieb im Rahmen eines Vereins durchgeführt wird und soweit keine Ausnahmebewilligung vorliegt, dürfte die Durchführung dieser Flüge wohl gem. Art. 6 Abs. 1 COVID-19-Verordnung 2 unzulässig sein. Soweit der Sprungbetrieb nicht im Rahmen eines Vereins durchgeführt wird, handelt es sich weder um eine öffentliche, eine private oder eine sportliche Veranstaltung und auch nicht um Vereinsaktivität. Allerdings ist natürlich Meinung der Verordnung, genau solche Aktivitäten zu unterbinden um Ansteckungen zu verhindern. Der AeCS appelliert deshalb in einem solchen Fall an den gesunden Menschenverstand.

    Q: Können Segelfluglager stattfinden?
    A: In der Schweiz nicht. Wie die Situation im Ausland ist, ist mit den dortigen Behörden abzuklären. Allgemein/Disclaimer: Veränderungen/Verschärfungen in einzelnen Situationen und Sachfragen bleiben ausdrücklich vorbehalten, diese Fragen und Antworten basieren auf dem momentanen Stand der Dinge in Absprache mit dem Bund/BAZL

  • Die strafrechtliche Zuständigkeit bei Flugunfällen und schweren Vorfällen neu an den Bund übertragen

    Am 15. Juni 2018 reichte NR Martin Candinas eine Motion mit dem unten zitierten Inhalt ein.

    Nachdem die Motion am 28. September 2018 vom Nationalrat angenommen wurde, wurde sie nun am 10. September 2019 auch vom Ständerat angenommen. 

    Motion Candinas:

    "Motionstext:

    Der Bundesrat wird beauftragt, die strafrechtliche Zuständigkeit bei Flugunfällen und schweren Vorfällen in die Verantwortung des Bundes zu legen. Artikel 98 Absatz 1 des Luftfahrtgesetzes ist wie folgt anzupassen:

    'Die an Bord eines Luftfahrzeuges oder im Zusammenhang mit Flugunfällen oder schweren Vorfällen begangenen strafbaren Handlungen unterstehen unter Vorbehalt von Absatz 2 der Bundesstrafgerichtsbarkeit.'

    Begründung:

    Strafbare Handlungen, die an Bord eines Luftfahrzeuges begangen wurden, unterstehen heute der Bundesstrafgerichtsbarkeit. Alle übrigen strafbaren Handlungen im Luftrecht (insbesondere diejenigen, an denen das Flugsicherungspersonal beteiligt ist) fallen unter die Zuständigkeit der Kantone.

    Gestützt auf die Erfahrungen der letzten Jahre ist eine Erweiterung der Bundesgerichtsbarkeit auf strafbare Handlungen, in die Angestellte der Flugsicherung involviert sind, eindeutig wünschenswert. Heute werden Strafverfahren, in die Mitarbeitende der Flugsicherungsdienste involviert sind, von den verschiedenen kantonalen Gerichtsbarkeiten durchgeführt. Das hat mehrere Nachteile: Solche Untersuchungen sind komplex und erfordern gründliche Kenntnisse im Bereich Aeronautik. Derartige Strafverfahren sind zudem eher selten.

    Die neu zuständige Gerichtsbarkeit würde eine höhere Anzahl Dossiers behandeln. Sie könnte einen Expertenpool bilden, wie dies z. B. bei Ermittlungen zu Unfällen und Vorfällen im Verkehrsbereich (Eisenbahn, Zivilluftfahrt, Schifffahrt) üblich ist. Mit der Gründung der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) im Jahr 2015 hat der Bund gezeigt, dass die Bündelung von technischen Kenntnissen an einem Ort bei Untersuchungen zu Unfällen eine einheitliche Doktrin gewährleistet und die Sicherheit erhöht.

    Die uneinheitliche Behandlung der verschiedenen Fälle durch die kantonalen Gerichtsbarkeiten ist ein weiteres Problem. Die Zuständigkeit einer einzigen Gerichtsbarkeit würde dieses lösen und eine einheitliche Doktrin und damit Rechtssicherheit in der Schweiz gewährleisten. Die Erweiterung der Zuständigkeit der Bundesbehörden im Flugsicherungsbereich würde die Gerichtsstandbestimmung erleichtern. Verfahren würden rascher und effizienter abgewickelt, weil die zuständige Behörde früher einbezogen würde."

  • Drohne abgestürzt: Was nun?

    Der zunehmende Verkauf von Drohnen führt über kurz oder lang zu Zwischenfällen, bei denen Menschen und Gegenstände zu Schaden kommen werden. In einer solchen Situation ist anzuraten, sich rechtlich kompetent vertreten zu lassen. Da Drohnen unbemannte Luftfahrzeuge sind und deshalb nicht nur die Grundlagen aus der dem Luftfahrtrecht, Haftpflichrecht und dem Strafrecht zu Anwendung gelangen, sondern auch Kenntnisse über die luftfahrtspezifischen Besonderheiten im Allgemeinen, kann Sie die Anwaltskanzlei Bärtschi in einer solchen Situation rasch und mit grosser Erfahrung bei der juristischen Abwicklung von Flugunfällen unterstützen.

    Tel: 041 419 40 90

  • Festnahme in Rom wegen Drohnenflug

    Am 7. April 2016 wurde offenbar ein französischer Tourist in Rom festgenommen, weil er ohne Bewilligung eine Drohne über dem Kolosseum hat starten lassen. Es ist dies eine gute Gelegenheit erneut darauf hinzuweisen, dass sowohl im Ausland, als auch in der Schweiz der Betrieb von Drohnen strengen Auflagen unterliegt. Gemäss dem hier zugrundeliegenden Bericht von thelocal.it, dürfen in Italien Drohnen nicht höher als 70m fliegen und müssen in einem Umkreis von 150m zum Piloten bleiben. Sie dürfen ferner nicht näher als 80m an private Grundstücke herangeführt werden und müssen über eine Dritthaftpflichtversicherung verfügen. Wie in der Schweiz ist der Flug über Menschenansammlungen untersagt. Im Gegensatz zur Schweiz, wo Flüge im Umkreis von 5km zu Flugplätzen verboten ist, beträgt die zulässige Distanz in Italien offenbar 8km.

    Quelle: http://bokeh.digitalrev.com/article/usd170-000-for-the-perfect-holiday-snap und http://www.thelocal.it/20160408/french-tourist-booked-for-colosseum-drone-flight

  • Bericht 2016 über die Luftfahrtpolitik der Schweiz / LUPO 2016

    Nachdem der LUPO 2004 noch als Ziel festhielt, dass die GA einzuschränken sei, bringt der LUPO 2016 nun auf Druck der Verbände eine Trendwende. Hier die Schlussfolgerungen des Kapitels "Übrige General Aviation":
     
    "– Die Flüge der übrigen General Aviation bilden einen festen Bestandteil des schweizerischen Luftverkehrssystems. Die bestehenden günstigen Rahmen-bedingungen für die Ausübung dieser Aktivitäten sollen grundsätzlich erhalten bleiben.
    – Die Schweiz setzt sich in der EASA dafür ein, dass der regulatorische Aufwand für den Betrieb dieser aviatischen Sparte verhältnismässig bleibt.
    – Aus- und Weiterbildungsflüge sind von öffentlichem Interesse. Sie tragen dazu bei, dass der schweizerischen Zivilluftfahrt eine ausreichende Anzahl Piloteninnen [sic] und Piloten zur Verfügung steht und das fliegerische Können in der Schweiz erhalten bleibt. Dies ist nur mit einem breiten Spektrum von Anlagen möglich."
  • Gemeinde Horw filmt Privatgrundstücke mit Drohnen

    Die Gemeinde Horw im Kanton Luzern hat gemäss Luzerner Zeitung Ende Februar damit begonnen, Privatgrundstücke mittels Einsatz von Drohnen zu filmen um allfällig illegale Bautätigkeit festzustellen. Diese Art von Drohneneinsätzen von Behörden ist nicht unproblematisch und muss einer Vielzahl juristischer Anforderungen genüge tun. Insbesondere fragt sich, ob dem Prinzip der Rechtmässigkeit (gesetzliche Grundlage), dem Grundsatz von Treu und Glauben, dem Verhältnismässigkeitsrpinzip und den Anforderungen an den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre Rechnung getragen wird. Zusätzlich hat auch eine Behörde die allgemeinen luftrechtlichen Vorschriften beim Einsatz von Drohnen zu beachten. Bei einigen der Anforderungen ist zumindest fraglich, ob sie im Fall von Horw erfüllt sind.

  • Neue Meldepflichten ab 1. April 2016

    Ab 1. April 2016 haben Piloten der General Aviation eine Reihe neuer Meldepflichten, die über die bisherigen deutlich hinaus gehen. Diese Meldepflichten sollen die Luftfahrtsicherheit verbessern und gleichzeitig der Just Culture Rechnung tragen: Meldungen dürfen gemäss der anwendbaren EU-Verordnung (376/2014) nicht zu einer Bestrafung des Meldenden führen, solange dieser nicht grobfahrlässig oder gar absichtlich gehandelt hat. Auf der anderen Seite kann die Verletzung der Meldepflicht zu einer Bestrafung führen.

    Neu müssen auch beim Betrieb von sog. non-complex-Luftfahrzeugen (unter 5.7 t MTOM und weniger als 20 Passagiersitze) Ereignisse gemeldet werden, die bis anhin lediglich dem freiwilligen Meldewesen unterlagen, so z.B. Luftraumverletzungen, ungewöhnliche starke Vibrationen (z.B. Flattern des Quer- oder Höhenruders), Ausfall wesentlicher Systeme, Kollision mit Wildtieren einschliesslich Vogelschlag und sogar Vereisung einschliesslich Vergaservereisung (sofern diese die Insassen oder andere Personen gefährdet hat oder hätte gefährden können). 

    Eine Liste der zu meldenden Ereignisse findet sich auf dem Leaflet "Ihr Beitrag zur Flugsicherheit".

  • Verordnung über die Sicherheitsuntersuchung von Zwischenfällen im Verkehrswesen

    Neu sieht die VSZV in Art. 24 das Folgende vor:

    "Die von einer Person im Rahmen einer Sicherheitsuntersuchung erteilten Auskünfte dürfen in einem Strafverfahren nur mit deren Einverständnis verwendet werden."

    Ferner richten sich die Vorladungen von Personen, welche sachdienliche Auskünfte geben können, neu nach Art. 201 der Strafprozessordnung.

  • Inkrafttreten der totalrevidierten Verordnung über die Sicherheitsuntersuchung von Zwischenfällen im Verkehrswesen (VSZV)

    Am 1. Februar 2015 ist die totalrevidierte Verordnung über die Sicherheitsuntersuchung von Zwischenfällen im Verkehrswesen (VSZV) in Kraft getreten. Sie gilt mithin auch für die Luftfahrt und enthält neu eine höhere Normdichte an Zwangsmassnahmen. 

    Dass die Verordnung nun auch die Verletzung der Meldepflicht einer "Störung" ausdrücklich für strafbar erklärt, ist mit Blick auf das Verbot zur Pflicht der Selbstbelastung äusserst heikel.

  • SERA: Änderung der Verkehrsregeln für Luftfahrzeuge per 1. Februar 2015

    Die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 ("SERA-Verordnung") bring per 1. Februar 2015 für Piloten einige grundlegende Änderungen mit sich. 

    Die Skyguide fasste diese Änderungen unlängst in AIC 001/2015 B wie folgt zusammen:

    Übersicht der wichtigsten Änderungen
    • Die Flugplanpflicht für Nachtflüge, die nach Sichtflugregeln operieren, wird wieder eingeführt (einzelne Ausnahmen gemäss der revidierten VVR). Auch bei Nachtflügen sind aufgegebene Flugpläne (für den gesamten Flug oder den Teil eines Flugs bis zum Zielflugplatz) zwingend zu schliessen, um unnötige Suchaktionen zu vermeiden.
    • Für Sichtflüge bei Nacht muss neu eine Funkverbindung auf dem entsprechenden Flugverkehrsdienst-Funkkanal hergestellt und aufrechterhalten werden, sofern ein solcher verfügbar ist.
    • Überholende Segelflugzeuge: Ein Segelflugzeug, das ein anderes Segelflugzeug überholt, darf neu auch nach links ausweichen.
    • Die Mindestflughöhen sind neu wie folgt: Ein Flug nach Sichtflugregeln darf nicht durchgeführt
    werden
    - über Städten, anderen dicht besiedelten Gebieten und Menschenansammlungen im Freien in einer Höhe von weniger als 300 m (1000 ft) über dem höchsten Hindernis innerhalb eines Umkreises von 600 m um das Luftfahrzeug;
    - in anderen als in Nummer 1 genannten Fällen in einer Höhe von weniger als 150 m (500 ft) über dem Boden oder Wasser oder 150 m (500 ft) über dem höchsten Hindernis innerhalb eines Umkreises von 150 m (500 ft) um das Luftfahrzeug. Neu ist nicht mehr die Höhe über Grund die Referenz, sondern das höchste Hindernis innerhalb des angegebenen Umkreises (einzelne Ausnahmen gemäss der revidierten VVR).
    • Sonder-VFR-Flüge in Kontrollzonen sind für die Piloten neu wie folgt geregelt:
    - Frei von Wolken und mit Bodensicht;
    - die Hauptwolkenuntergrenze liegt nicht unter 180 m (600 ft);
    - Flugsicht von nicht weniger als 1500 m oder, für Hubschrauber, von nicht weniger als 800 m;
    - Geschwindigkeit von 140 kt IAS oder weniger, so dass anderer Verkehr und Hindernisse rechtzeitig genug erkannt werden können, um Zusammenstöße zu vermeiden.
    • Weitere Anpassungen, die sich aufgrund der revidierten VVR ergeben, werden [von Skyguide] separat kommuniziert, sobald sie definitiv feststehen.

  • Lockerung des Verbots von Ultraleichtflugzeugen

    Gemäss heutiger Medienmitteilung des BAZL:

    "Der Bundesrat hat heute beschlossen, das Verbot von Ultraleichtflugzeugen teilweise aufzuheben. Die damit einhergehende Änderung der Luftfahrtverordnung erlaubt in eingeschränktem Mass neu den Betrieb solcher Luftfahrzeuge. Im Vordergrund stehen dabei Luftfahrzeuge mit Elektroantrieb."

    [...]

    "Die meisten heutigen UL haben eine Flächenbelastung von mehr als 20 kg/m2. Das geltende Verbot erweist sich damit inzwischen als überholt. Seit dem Erlass des Verbotes wurden im Bereich der UL zudem erhebliche technische Fortschritte erzielt. Heutige UL sind nicht mehr mit den „fliegenden Rasenmähern" vergleichbar, die man vor 30 Jahren aus Lärmgründen verbieten wollte. Ein Bundesgerichtsurteil hat weiter aufgezeigt, dass das geltende UL-Verbot und dessen Umsetzung aus rechtlicher Sicht mangelhaft sind. Beides war Anlass, das heutige Verbot zu überdenken und auf eine rechtlich korrekte Grundlage zu stellen."

  • Verschiebung des Umsetzungstermins von RFs, Segelflugschulen und Ballonfahrschulen zu ATOs

    Gemäss Mitteilung des BAZL vom 5. August 2014 wird der Umsetzungstermin für die Umwandlung bisheriger RFs, Segelflug- und Ballonfahrschulen in ATOs auf April 2018 verschoben.  Die Anwendung der neuen EASA-Ausbildungsprogramme (Theorie und Praxis) findet indessen per 8. April 2015 statt.  Mit der EASA ATO-Zulassung der RFs, Segelflug- und Ballonfahrschulen wird frühestens ab 2017 begonnen.

  • Drohnen und Flugmodelle: Neue Bestimmungen treten am 1. August 2014 in Kraft

    Mit Anpassung der Verordnung über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien (VLK) tritt am 1. August 2014 eine beachtenswerte Neuerung in Kraft: Drohnen oder Flugmodelle dürfen in einer Entfernung von weniger als 100 Metern von Menschenansammlungen nur mit einer Bewilligung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) betrieben werden.

    Diese Bestimmung dürfte insbesondere auch für Fotografen relevant sein, welche bspw. über Städten mit Hilfe von Drohnen Luftbildfotografie betreiben.

    Link zur geänderten VLK: http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/35615.pdf

  • Verbot von Ultraleichtflugzeugen soll gelockert werden

    Mit Urteil des Bundesgericht vom 13. November 2013 wurde das seit vielen Jahren bestehende faktische Verbot von Ultraleichtflugzeugen mit einer Tragflächenbelastung von 20 kg/m2 und mehr als rechtswidrig beurteiltArt. 2b der Luftfahrtsverordnung soll basierend auf diesem Urteil nun eine Änderung erfahren: Alle Ultraleichtflugzeuge (UL), welche über einen elektrischen Antrieb verfügen, sollen demnächst zugelassen werden. Erlaubt werden sollen neu auch Tragschrauber (Gyrokopter) mit Benzinmotor. 

  • Neue Aussenlandeverordnung verabschiedet

    Der Bundesrat hat heute die neue Aussenlandeverordnung (AuLaV) verabschiedet. Dazu das BAZL: "Die nun vorliegende Verordnung ist ein Kompromiss: Auf der einen Seite werden damit Anliegen des Umweltschutzes teilweise stärker gewichtet als früher. So gelten beispielsweise strenge Auflagen oder gar Verbote für Flüge in Schutzgebiete von nationaler Bedeutung. Auf der anderen Seite profitiert die Helikopterfliegerei von der Aufhebung der jährlichen Bewilligungspflicht und einer im Vergleich zum Ausland immer noch liberalen Gesetzgebung. Die Kantone erhalten neu die Kompetenz, Kleinbauten an Aussenlandestellen in eigener Regie bewilligen zu können."